8. November – Frankreich: Unsere Liebe Frau von Étang (1531) – Heilige Élisabeth von der Dreifaltigkeit

Die Gottesmutter, Vorbild innerlicher Seelen

Wenn du die Gabe Gottes kennen würdest…“ Es gibt ein Geschöpf, das diese Gabe Gottes gekannt hat, ein Geschöpf, das nicht einen winzigen Partikel dieser Gabe verloren hat, ein Geschöpf das so rein, so strahlend war, dass es das Licht selbst zu sein schien. Ein Geschöpf, dessen Leben so schlicht war, so in Gott verloren, dass man fast nichts darüber sagen kann. Es ist Maria, die treue Jungfrau, diejenige „die alles in ihrem Herzen bewahrte.“

Mir scheint, die Haltung der Gottesmutter in den Monaten, die zwischen der Verkündigung und der Geburt lagen, ist das Vorbild für die innerlichen Seelen, für diejenigen, die Gott erwählt hat, im Innern zu leben, auf dem Grunde des Abgrunds ohne Grund.

Mit welch innerem Frieden, mit welcher Andacht hat sich Maria allen Dingen gewidmet und hingegeben! Auch die banalsten Verrichtungen wurden von ihr in Gott hineingehoben! Denn in allem betete Maria die Gabe Gottes an.“

Heilige Elisabeth von der Dreifaltigkeit
In Le Ciel dans la Foi (§ 39-40) (Der Himmel im Glauben)

Übersetzung aus dem Französischen

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